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Tod

Wie der Titel schon sagt. Jemand ist gestorben. Meine Ur-Oma.
Irgendwie komisch...da stirbt ein Mensch der einem sein leben nur das Bein gestellt und über einen hergezogen hat...und trotzdem ist man traurig diese Person davon scheiden zu sehen. Ich müsste doch eigentlich sehr glücklich sein...

Hör grad das neue Linkin Park Album^^
Das hilft sehr beim schreiben.
("bleed it out" läuft grad^^ geil)

Ich war am WE bei der Beerdigung. Und ich habe zu keinem Zeitpunkt weinen müssen. Obwohl der Rest um mich rum wie die Schlosshunde rumgeheult haben. Sogar mein Käfer hatte Tränen in den Augen und es ging ihm merklich beschissen...sicher weil ihn alles so an den Verlust seines Vaters erinnerte.
Ich hab meine Oma direkt vor ihrem Tod im Krankenhaus besucht gehabt zusammen mit meinen Schatz...aber ich wünschte mir ich hätte es nicht getan...
Da lag eine Frau...dürr und aschfahl...im Bett...mit dirversen Schläuchen...die sich durch ihr blutleeres Gesicht zur Nase zogen...Der Kopf war leicht nach hinten gelehnt sodass sie mit offenem Rachen zur Decke hätte starren müssen...wären ihre Augen nicht vollkommen geschlossen...(sie haben sich nie wieder geöffnet)
Das untere Gebiss wurde ihr rausgenommen, da die Protese nur das Atmen erschweren würde. So sah es nun aus als wäre der komplette Unterkiefer eine schwammige, in sich zusammenfallende Klappe, die einst einen Zweck erfüllte.
Es sah so erschreckend wie in kaum einem Horrorfilm aus...ein Mensch der keinen Unterkiefer zu besitzen schien...Und der bei jedem Atemzug entsetzlich röchelte...Schläuche führten in ihren Brustkorb und saugten Flüssigkeit heraus...rot-gefärbte Flüssigkeit...
In der Hand hielt sie mit steifen Griff umklammert einen Plüschhasen...das machte das Bild für mich dermaßen surreal das ich nicht wusste wie ich reagiern sollte. Ich hab die Spannung und den Druck trotz ein paar Scherze mit Käfer kaum ertragen...und schon nach knapp 45 min bin ich wieder los. Meine Tante ließ ich zurück. sie hielt Wache bis der nächste Besuch eintreffen sollte....
Kaum 15 min nachdem wir gingen und gleichzeitig mit dem öffnen der Tür als meine Mutter, meine Oma, mein Opa und meine andere Tante zu Besuch kamen, tat meine Uroma ihren letzten röchelnden Atemzug.

Noch auf der Heimfahrt klingelte das Telefon und René nahm mir den Schmerz, es von meinem Opa (also dem Sohn meiner Uroma) mit gequählter Stimme selbst erfahren zu müssen. Ich saß daneben und hatte das Gefühl die Welt stürze in sich zusammen. Ich hatte kaum was von dem Anruf verstanden und konnte trotzdem am Gesicht von René ablesen was passiert war.

Keine Träne.
Nicht eine. Ich glaub ich stand unter Schock.
Mama meinte später zu mir, sie hätte mit sterben nur auf mich gewartet. Ich will nicht sie solchen Scheiß denkt...denn wenn es echt so gewesen wär, dann wäre ich sie nicht besuchen gekommen. Dann wäre sie vielleicht auch wieder auf die Beine gekommen...
16.5.07 09:32
 


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